von Bodo-Klaus Eidmann
Aikido-Graduierungstraining beim TSV München-Großhadern
Konzentrierte Stille, klare Bewegungen und ein gemeinsames Verständnis von Entwicklung prägen das Aikido-Graduierungstraining 2026 beim TSV München-Großhadern. Im Mittelpunkt stehen nicht Perfektion oder Vergleich, sondern die Förderung des individuellen Weges jedes Trainierenden. Die Graduierungen sind Anerkennung und Motivation zugleich.
Beim Graduierungstraining wird immer wieder deutlich, dass Aikido nicht als Momentaufnahme verstanden wird, sondern als kontinuierlicher Prozess. „Die Graduierungen sollen ein Anreiz sein, sich weiterzuentwickeln“, erklären unisono die Trainer Gudrun Bratu und Bodo-Klaus Eidmann, die die Graduierungen gemeinsam aussprechen. Entsprechend ist auch das Training immer angelegt: als bewusste Standortbestimmung, die Orientierung gibt und den nächsten Schritt auf dem eigenen Weg markiert.
Der Weg zählt
Dieses Verständnis knüpft an ein Bild an, das Shimizu Sensei geprägt hat und das im Aikido bis heute Gültigkeit besitzt.
„Das Erlernen von Aikido ist wie das Besteigen eines Berges. Es beginnt immer mit dem ersten Schritt und dann geht es Schritt für Schritt weiter.“
Gerade in Phasen, in denen Fortschritte kaum wahrnehmbar erscheinen, gewinnt dieser Gedanke an Bedeutung. Denn auch dann, wenn Zweifel aufkommen, ist das Weitertrainieren selbst bereits ein Ausdruck von Entwicklung.
Dranbleiben statt zweifeln
Nicht jede Technik gelingt beim Vorführen so, wie es sich die Trainierenden vielleicht erhofft haben. Doch auch diese Erfahrung gehört zum Lernprozess.
„Aufgeben gilt eben nicht“, betonte Bodo-Klaus Eidmann und mache deutlich, dass Unsicherheit kein Rückschritt ist, sondern Teil des Weges.
Wer mit seinem Ergebnis nicht ganz zufrieden war, sollte dies als Ansporn begreifen, sich noch intensiver mit den Grundlagen und Prinzipien des Aikido auseinanderzusetzen.
Verstehen vertieft Technik
Unterstützung auf diesem Weg kann das kleine Aikido-Brevier bieten, das dabei hilft, Fachbegriffe einzuordnen und Zusammenhänge klarer zu erfassen. Wer sich sprachlich und inhaltlich sicherer fühlt, findet oft auch einen besseren Zugang zu den Techniken. Das Brevier kann bei Bodo-Klaus Eidmann bestellt werden.
Fortschritt in vielen Etappen
Am Ende des Trainings haben zahlreiche Aikidoka ihre nächst höhere Graduierung entgegengenommen. Die vergebenen Grade reichen vom fünften bis zum ersten Kyu und machen sichtbar, wie unterschiedlich die Etappen sind, auf denen sich die Trainierenden befinden.
Gudrun Bratu und Bodo-Klaus Eidmann verbinden ihre Glückwünsche mit der Ermutigung, den eingeschlagenen Weg konsequent weiterzugehen.
Ein gemeinsamer Weg
So zeigt das Graduierungstraining 2026 eindrucksvoll, was Aikido im Kern ausmacht: keinen Wettkampf und kein Vergleichen, sondern einen gemeinsamen Weg, der Geduld, Ausdauer und Offenheit verlangt. Schritt für Schritt geht es weiter bergauf – und jeder Schritt zählt.
Die ausgesprochenen Kyu-Graduierungen vom 19.06.2026
Maria Gonik 5. Kyu
Sandra Bernhardt 5. Kyu
Franziska Fuchs 5. Kyu
Christian Hufnagel 4. Kyu
Michael Wagner 4. Kyu
Hanna Funke 4. Kyu
Eva Helfer 4. Kyu
Katja Duffek 4. Kyu
Viktor Scholz 3. Kyu
Tara Herrmann 3. Kyu
Polina Nikulina 3. Kyu
Steffen Zißler 1. Kyu
Nach dem Graduierungstraining wurde natürlich in kleiner Runde gefeiert und angestoßen. Foto: privat