Training auf der Wiese für Kinder unter 14 Jahren

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Training auf der Wiese für Kinder unter 14 Jahren

Wer von den über 14-jährigen in der Zwischenzeit trainieren will, kann gern beim Online-Training der Erwachsenen vorbeischauen. Das findet immer Mittwochs ab 18:30 über Zoom statt. Wendet euch hier an info@aikido-in-muenchen.de

Ab Montag, 10.05.21, starten wir mit folgenden Trainings für die Kinder unter 14:

  • Montag, 15:40 - 17:00

  • Montag, 17:00 - 18:30

  • Mittwoch, 17:00 - 18:30

  • Freitag, 17:00 - 18:30

Bitte beachtet, dass die Kinder nur in das Training kommen können, in das sie sich eingetragen haben. Aktuell können wir das leider nur so handhaben. Wenn ihr euch nicht eingetragen habt oder nochmal was ändern möchtet, meldet euch möglichst bald bei uns per Mail unter jugendleitung@aikido-in-muenchen.de.

Jetzt zum Training:
Treffpunkt ist immer pünktlich vor der Judo-Halle. Die Trainer gehen dann mit euch zum Testen und anschließend auf die Outdoor-Fläche. Zum Trainingsende geht ihr gemeinsam mit den Trainern wieder zurück und ihr könnt von euren Eltern an der Judo-Halle abgeholt werden.

Hier ein paar Hinweise zum Testen:
Wir werden zusammen im Scnelltestzentrum Hadern am TSV Gelände die Tests machen. Bringt hierfür bitte zu eurem ersten Training die Einverständniserklärung des Testzentrums für Minderjährige mit. Diese findet ihr im Anhang oder auf der Homepage des Schnelltestzentrums Hadern.

Wer sich nicht auf diese Weise testen möchte, kann sich privat professionell (z.B. in der Apotheke) testen lassen und dann die Bestätigung über das negative Testergebnis zum Training mitbringen.

Zusätzlich müsst ihr noch die Einverständniserklärung vom TSV Großhadern ausfüllen und mitbringen. Wer die schon nach dem letzten Lockdown vor einem Jahr abgegeben hat, muss das nicht nochmal machen.

Da wir draußen und mit Abstand trainieren, braucht ihr keinen Aikido-Anzug. Es reichen normale Sportklamotten, wie ihr sie auch im Sportunterricht anzieht. Denkt bitte daran, dass wir auf einer Wiese trainieren. Am besten zieht ihr daher eher dunkle Sachen an, wegen evtl. Grasflecken. Die Umkleiden sind weiterhin geschlossen. Kommt also bitte schon fertig angezogen zum Training.

Nehmt bitte immer ausreichend zu trinken mit. Wir haben keinen Zugang zu einem Wasserhahn.

Es gilt immer noch Maskenpflicht auf dem TSV-Gelände. Daher habt bitte immer eine Maske mit dabei!

Wenn ihr Fragen habt, meldet euch gern bei uns unter jugendleitung@aikido-in-muenchen.de.

Wir freuen uns euch alle bald Wiederzusehen!

Eure Jugendleitung, Trainer und Co-Trainer

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Nachdenken über.... Etikette

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Gespräch zwischen Yvonne Pfeiffer (4. Dan), Daniela Gaschler (3. Dan) und Gudrun Bratu (3. Dan)

Gudrun: Im Aikido gibt es ritualisierte Abläufe, wie das gemeinsame Reinigen des Übungsraums, das Begrüßen und Verabschieden mit der Ausrichtung zum Shomen, die zahlreichen Verbeugungen, das Sitzen im Seiza. Wir achten auf Kleinigkeiten, wie die saubere Trainingskleidung, den richtig gebundenen Gürtel, das sorgfältige Zusammenlegen des Hakama. Wir kultivieren eine aufrechte Haltung. All das nennen wir „Etikette“. - Was bedeutet Etikette für eure Aikido-Praxis?

Yvonne: Wenn man Budo-Künste übernimmt, übernimmt man auch ein Regelwerk. Je authentischer das von den Trainern gelebt wird, desto besser springt der Funke über zu den Menschen, die in den Dojos trainieren. Wenn ich die Etikette als Trainerin selbst nicht gut finde, kann ich ihre Inhalte nicht vermitteln. Vor allem die Jugendlichen spüren ganz genau, ob du dahinter stehst oder nicht.

Gudrun: Bei den Erwachsenen ist es genauso. Es geht immer darum, nicht nur leere Gesten auszuführen, sondern Inhalte zu transportieren.

Yvonne: Wird verkörpert, was dahintersteckt, dann kommt es auch bei denen an, die dir zuschauen… In unserer Gesellschaft ist etwas verloren gegangen. Vielleicht spüren das die Menschen gar nicht oder es ist ihnen nicht bewusst, weil sie es zu Hause vielleicht nicht kennengelernt haben. Zum Beispiel, ob man als Familie noch am Esstisch zusammenkommt. Das ist etwas Gemeinsames, da gibt es auch Regeln, die ganz natürlich praktiziert werden. Man kann das gut aufs Aikido übertragen - der Start des Trainings, das Verneigen schon an der Tür, das Begrüßen, das Matten putzen oder das Auf- oder Abhängen des Gi. Diese „Transformation“ findet sowohl im privaten Leben als auch im Aikido-Leben statt. Etikette halte ich insgesamt für wichtig, denn ob die Regel jetzt im Binden des Gürtels besteht oder ich meine Kaffeetasse in die Spülmaschine räume, das macht für mich keinen großen Unterschied. Wer Regeln generell nicht mag, der tut sich natürlich schwer damit.

Gudrun: Vielleicht könnte man sagen: Etikette ist wie der soziale Kitt zwischen den Menschen, sie erleichtert das Zusammenleben und das gemeinsame Trainieren. Mit ihrer Hilfe bekommen wir Raum für Wesentliches.

Daniela: Unser Credo: Wir trainieren im Aikido den Körper und den Geist. Dann stellt sich die Frage, wie man das macht. Für mich ist Etikette, sind alle Rituale Hilfsmittel, um den Körper mit dem Geist zu verbinden, so dass diese Unterscheidung nicht mehr notwendig ist. Die Übung liegt eben nicht nur darin, eine Technik zu lernen und zu vertiefen. Wir üben gleichzeitig immer Aufmerksamkeit, Wachheit und soziales Verhalten. Als Trainerin kann ich nicht für die Sicherheit garantieren, wenn wir keine Etikette haben. Ganz praktisch gesehen erhöht sich die Verletzungsgefahr, wenn wir uns nicht auf bestimmte Regeln einigen können, Aikido ist schließlich eine Kampfkunst.
Ich finde interessant und wichtig, einmal zu fragen, warum man sich zum Beispiel verbeugt. Was steckt für eine Idee dahinter, was passiert mit einem? Am Anfang macht man es vielleicht nur, weil es die anderen machen. Mit der Zeit findet man heraus, dass man sich dadurch genauso verändert wie durch die Techniken. Beides ist wertvoll und nicht zu trennen.

Gudrun: Kannst du genauer beschreiben, was sich durch das Verbeugen entfalten kann?

Daniela: Da gibt es verschiedene Momente. Wir verbeugen uns, wenn wir ins Dojo eintreten. Der Schritt über die Schwelle aus dem Alltag in das Dojo, da fängt die Veränderung schon an. Dieser kurze Moment, sich dessen bewusst zu werden, sich zu verbeugen, die Vergangenheit hinter sich zu lassen und wieder präsent sein. Ich gehe jetzt ins Dojo und lasse mich auf das ein; ich öffne mich und lerne das, was ich heute lernen kann. Sich mit dem Geist vorbereiten, das ist die erste Verbeugung.

Dann auf die Tatami treten, wieder Richtung Shomen. Da muss jeder für sich selber herausfinden, was er damit macht. Es ist die Gelegenheit und die Einladung dazu, Dankbarkeit zu zeigen und sich aus Respekt vor denen zu verbeugen, die uns vorausgegangen sind. Diese haben aus ihren Fehlern gelernt, und sie wollen uns helfen. Das verdient unseren Respekt. Sie ersparen uns, alles noch einmal neu herausfinden zu müssen. Wenn man ohne einen Lehrer Kampfkunst üben möchte, dann muss man sehr viele Fehler machen, um diese Weisheit zu bekommen. Durch ihre Hilfe lernen wir ein bisschen schneller, nicht sehr schnell, aber dadurch wird es doch einfacher.

Dann kommen die Verbeugungen zum Trainer. Zum einen bedeutet das, sich zu öffnen und zu sagen, ich bin bereit, heute etwas zu lernen. Darum geht es ja im Aikido - sich weiterzuentwickeln. Es ist nicht immer einfach, wenn man zum Beispiel noch Sorgen aus dem Alltag mitgebracht hat. Dann wird auch dieser Moment zu einer Übung. Wie kann ich meinen Anfängergeist wieder wachrütteln? Eine Verbeugung zum Trainer für seine Großzügigkeit, dass er seine Erfahrung teilt, für meine Sicherheit und für die der Gruppe sorgt und für den Lernprozess.

Dann zum Partner, denn ohne einen Partner können wir nicht lernen. Wie das Messer am Schleifstein, so schleifen wir uns am Partner. Jeder einzelne Partner hilft mir, mich selber zu entwickeln, Aikido ist grundlegend ein gemeinsames Geschehen.

Nach dem Training zeigen wir wieder Dankbarkeit durch eine Verbeugung. Untersuchungen zeigen, dass Dankbarkeit einer der Faktoren ist, um Menschen glücklich zu machen. Aikido bietet mit diesen Ritualen Hilfestellung, um persönlich glücklicher zu sein. Da können wir wiederum der Tradition aus Japan dankbar sein. Dankbarkeit und Mitgefühl sind ganz große Attribute, die uns glücklich machen.

Gudrun: Wie nehmt ihr Menschen mit, denen die japanische Kultur und die Inhalte des Aikido noch sehr fremd sind?

Yvonne: Das ist eine schwierige Frage. Denn alle, die zu uns ins Training kommen, sind unterschiedlich. Grundsätzlich ist es wichtig, etwas über eine andere Kultur zu erzählen und zu erklären, warum wir auf diese Art trainieren. Ich habe schon viel herumexperimentiert: Wie viel soll ich erzählen? Was überfordert, was begeistert die Leute oder weckt ihr Interesse? Ich denke, man muss immer wieder von neuem an den Prinzipien schleifen und Inhalte erklären. Nicht im Monolog, sondern wirklich im Dialog. Da das auf der Matte nicht so ausführlich passieren kann, weil man da wenig redet, findet der Austausch oft vor oder nach dem Training statt, oder wenn man miteinander essen und trinken geht. Man kann auch mal auf die Leute zugehen, sie fragen, ob sie alles verstanden haben, oder ob sie noch etwas wissen wollen. So habe ich das jetzt lange gemacht. In den Trainingssequenzen hast du als Trainer nicht soviel Zeit, etwas zu erzählen und wenn, dann sollte dies nur häppchenweise geschehen.

Gudrun: Aikido-Anfänger bringen oft viel Neugier mit und sind hellwach. Sie lernen durch Wahrnehmen, Beobachten, Nachahmen - auch über die Etikette. So bekommen sie mit der Zeit ein Gefühl dafür. Vieles erklärt sich von selbst. Ich möchte ungern, dass die Etikette zum Hauptthema im Training wird, sonst könnte sie leicht zum Selbstzweck erstarren. Sie ist aber eine Hilfe. Manchmal kann man es nicht vermeiden, weil einiges doch nicht selbstverständlich ist, dann muss man darüber reden. Mir hilft es immer, wenn Fragen kommen. Dann weiß ich, was die Leute interessiert und wo sie gerade stehen.

Daniela, du unterrichtest sowohl Erwachsene, als auch Jugendliche. Jetzt interessiert mich, wie ist das bei dir im Jugendtraining?

Daniela: Ich habe es bei den Kindern leichter. Da habe ich einen Assistenten, im Moment Timothy, er ist der „Etikettenmeister“. Er hat tatsächlich von mir die Aufgabe bekommen, sich um die Etikette zu kümmern. Wenn wir sehen, dass ein bestimmtes Thema für die ganze Gruppe schwierig ist, weist er mich darauf hin, und nur dann nehme ich es in den Unterricht rein. Ich erkläre dann zum Beispiel, warum wir die Füße nicht ausstrecken und zum Lehrer zeigen lassen, denn das gilt in Japan als unhöflich. Die Qualität des Sitzens und Zuhörens ist gerade bei Kindern ein großes Trainingsfeld. Um die Aufmerksamkeit und die Konzentration zu fördern, gehört das Sitzen in einer stabilen und würdevollen Haltung - wie im Seiza - dazu.

Gudrun: Es ging jetzt um Regeln, Verbeugungen oder das stille, aufrechte Sitzen im Fersensitz als Aufmerksamkeitsübung. Ihr habt erläutert, warum die Etikette sinnvoll ist. Sie gehört wesentlich zum Aikido dazu, sie bietet uns eine Struktur. Bezeichnend für unser Training sind aber die komplexen, fließenden Bewegungsabläufe, die so genannten Aikido-Techniken. Aikido ist körperlich herausfordernd und dynamisch. Worin liegt die Freude des Aikido-Trainings aus eurer Sicht? Für Kinder ist die Freude am Tun besonders wichtig, sonst kommen sie irgendwann nicht mehr. Warum macht Aikido Spaß? Was fördert diese Freude?

Yvonne: Was ist Spaß? Darauf gibt es sicher verschiedene Antworten. Widerspricht sich Etikette und Spaß? Ich denke nicht, denn ich habe Spaß an Bewegung, an Auseinandersetzung, am Miteinander. Es gibt Zeiten für Konzentration und Umsetzung und Zeiten für gemeinsames Beisammensein. Ob man in eineinhalb Stunden Training weniger oder mehr Spaß hat, liegt für mich an der Einstellung des Trainierenden. Wir trainieren auch Ernsthaftigkeit, wir konsumieren nicht.

Daniela: Zum Thema Spaß habe ich die Kinder interviewt. Ein Junge sagte: Aikido ist ein Sport, allerdings ein kreativer Sport und macht ihm deswegen Spaß. Ein Mädchen meinte: diese Selbstverteidigung macht ihr Spaß und zusammen zu üben. Ein anderes Mädchen äußerte, dass sie es toll findet, es sich gut anfühlt und es so schön ist, weil es in gewisser Weise unbekannt ist und daher auch eine „geheime Selbstverteidigungskunst“.

Ich glaube, dass die Etikette zum Lernerfolg ebenso viel beiträgt wie der Spaß.

Wer den Zugang zur Etikette findet, erfährt auch den Mehrwert.

Wie wäre es ein Experiment zu machen und einen Teil des Unterrichts komplett ohne Etikette und ohne Regeln zu gestalten? Also alles erlauben: durcheinander quatschen, durcheinander rennen, jeder kann dann trainieren, wann er will, mit wem er will und solange er will. Das könnte man aufzeichnen und das Videomaterial später anschauen. Zum Vergleich könnte man eine Unterrichtssequenz mit Etikette und Regeln aufnehmen. Mit diesem Material könnten die Jugendtrainer gemeinsam darüber reflektieren, was es für sie bedeutet, mit oder ohne Etikette zu trainieren.

Gudrun: Das ist eine prima Idee, die ich an unsere Jugendtrainer weitergeben werde.

Daniela: Nicht zu vergessen: Etikette ist eine eigene Sprache - Kommunikation ohne Worte...

Gudrun: ...eine Sprache, mit der wir uns innerhalb der Tendoryu-Community international verständigen können.

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Bald wieder  Training auf der Wiese?

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Bald wieder Training auf der Wiese?

Laut aktueller Meldungen ist es möglich, daß wir uns in kleiner Gruppe zu einem kontaktlosen Training draussen treffen können. Ist der Inzidenz-Wert stabil unter 50 könnten sich 10 Personen treffen und kontaktlos miteinander üben. Die Hygieneverordnungen gelten natürlich nach wie vor.

Wie immer sticht der Ober den Unter: von oben kommen die geltenden Regeln des Bayer. Gesundheitsministeriums über den BLSV, dazu kommt noch die Hallen- bzw. Platzordnung des TSV Großhadern. Daraus ergeben sich dann die für uns geltenden Vorgaben, wie, wann und wo wir trainieren dürfen. Das dauert und ist nicht gerade eben einfach. Aber wir haben schon einmal im vergangenen Jahr bewiesen, daß es klappen kann.

Im Moment genauso wichtig ist natürlich das Wetter. Wenns schön und warm ist, dann könnte es klappen, aber wenn es regnet oder gar schneit ist es draussen nicht sehr angenehm, wir bleiben aufmerksam.

Es bleibt also spannend!
Lasst uns die Daumen drücken, damit wir uns bald wieder persönlich - mit Abstand - begegnen können.

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Trainings-Woche im November

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Trainings-Woche im November

Ein weiteres Opfer der Corona-Pandemie ist der diesjährige Lehrgang mit Shimizu Sensei auf dem Herzogenhorn. Hier wird normalerweise zweimal eine Woche lang intensiv auf sehr hohem Niveau miteinander trainiert. Ganz Europa kommt hier zusammen und konzentriert sich zu 100% auf das gemeinsame Training und den Austausch mit Shimizu Sensei.

Es ist somit eines der wichtigsten Ereignisse des gesamten Jahres für Dan-Träger und Aspiranten. Nirgendwo sonst hat man so viele erfahrene aikidoka an der Hand, die man nach dem Training ansprechen kann, an Techniken feilen kann. Und natürlich Shimizu Sensei erlebt man eine ganze Woche hautnah, erfährt was es heißt selbst am Tisch stets aufmerksam zu sein.

Ein Ersatz ist die Woche im November dafür nicht, da Shimizu Sensei nicht vor Ort sein wird, die Stimmung wird eine andere sein. Dafür werden unterschiedliche Trainer jeden Tag mehrere Trainings anbieten, es wird zum Austausch zwischen den Vereinen aus ganz Deutschland kommen, und wir trainieren endlich einmal wieder!

Der Plan ist, diese Woche vom 20. - 27. November unabhängig von Graduierungen zu gestalten, wobei hier am besten die Absprache mit den Trainern gut ist. Denn Fallen und Basics werden auch dort Grundvoraussetzungen sein (ab 4. Kyu).

Alles weitere folgt im Laufe des März/April, die Woche könnt ihr euch aber schon einmal im Kalender rot markieren und Urlaub beantragen.

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Planungen für das Herzogenhorn 2021

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Planungen für das Herzogenhorn 2021

Der Lehrgang auf dem Horn …

Ja, der Lehrgang auf dem Horn ist nicht irgendein Lehrgang, sondern DER Aikido-Lehrgang für alle Tendoryu-Aikidoka weltweit!

Seit Jahrzehnten kommt Shimizu Sensei aus dem fernen Japan extra nach Deutschland und so im Sommer immer auch zwei Wochen „auf das Horn“. Wir sprechen geographisch von dem Herzogenhorn, der zweithöchsten Erhebung im Schwarzwald, genau gegenüber dem bekannteren Feldberg gelegen. Dort oben steht die kleine Badische Sportschule – fast auf Gipfelhöhe – mit einer alten Halle mit Blick Richtung Süden und vor allem inmitten der wunderschönen Natur des Hochschwarzwalds. Selbst Shimizu Sensei sagte schon, dass der Lehrgang auf dem Herzogenhorn etwas ganz Besonderes sei. Eigentlich gebe es nichts wirklich Vergleichbares! Fünf Tage lang trainieren 50 bis 60 Aikidoka – und das unter normalen Umständen zwei Gruppen in zwei Wochen - sehr intensiv unter den Augen von Shimizu Sensei und Kenta Shimizu.

Der direkte Bezug zum Meister ist an diesem schönen Ort etwas besonders Wertvolles, denn jeder kann „direkt an der Quelle klares Wasser schöpfen“. So würde ein Japaner einen treffenden Vergleich herstellen … Im Laufe der Jahre ist Shimizu Sensei dazu übergegangen, immer mehr Anekdoten und Geschichten aus seiner eigenen Erfahrung weiterzugeben. So wir er selber Aikido vom Begründer Morihei Ueshiba, „O Sensei“, erfahren hat, so gibt er Aikido nun eben mit seinen Erfahrungen an seine Schüler weiter. Hinzu kommen Trainingseinheiten mit Kenta Shimizu, Dojo Sho, Leiter des Tendokan-Dojos, der unter anderem viel Wert auf die Basisarbeit legt und seine Schwerpunkte setzt. Sein didaktischer Ansatz eröffnet vor allem immer wieder neue Erfahrungen, die die Trainierenden in ihrem Bestreben auf dem Aikido-Weg weiterbingen. 

Neben dem Training gibt es noch das „Drum-herum“, das ganz im Geiste der Aikido Völkerverständigung pur ist. Verschiedene Nationen kommen auf dem Horn zusammen und trainieren eine Selbstverteidigungskunst – eben unser Aikido. Selbstverständlich kommt man sich dabei näher, tauscht sich aus, baut eventuell Vorurteile ab und es erwachsen sogar Freundschaften. Krönender Abschluss sind immer die Graduierungen, die ausgesprochen werden, und ein gemeinsames rauschendes Fest als Abschluss eines Herzogenhorn-Lehrgangs.

Ach ja, rauschendes Fest! Wie der Lehrgang 2021 umgesetzt werden kann, hängt natürlich von der Entwicklung des Corona-Geschehens weltweit und den entsprechenden Reisebestimmungen ab. Falls man auf das rauschende Fest 2021 verzichten müsste, wäre das nicht so schlimm, wenn zumindest der Herzonhorn-Lehrgang mit Shimizu Sensei und Kenta Shimizu stattfinden kann.

BITTE: Meldet Euch noch heute an, damit die ehrenamtlichen Organisatoren planen können. Sie werden alles in ihrer Macht stehende unternehmen, dass der Lehrgang ein sicherer und eine für alle wertvolle Erfahrung wird. Anmeldeschluss ist der 15. Januar 2021!

Mit einem optimistischen Blick in die Zukunft ...

Bodo-Klaus Eidmann

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Adventsgrüße an alle Aikidoka von Robert

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Adventsgrüße an alle Aikidoka von Robert

Robert Hundshammer aus Deggendorf hat gestern an die süddeutschen Dojo-Leiter eine längere Nachricht geschrieben, die ich euch nicht vorenthalten möchte:

Liebe Tendoryu-Aikidoka in Süddeutschland!

Man kennt es ja: Auf den Rausch folgt der Kater und auf Höhenflug der Fall!

Aber wer hätte sich träumen lassen, dass ein so winziges „Gerade-noch-Lebewesen“ wie der Corona-Virus unser geliebtes Aikido praktisch weltweit so sehr in die Knie zwingt, dass hierzulande nicht mal mehr Suwari-Waza möglich sind?

Gut – es war klar: So ein tolles Jahr wie 2019 mit seinen vielen Highlights lässt sich nicht toppen.

Doch der Lockdown hat uns (fast) das ganze Jahr 2020 und sogar unsere hochheilige Horn-Tradition vermiest.

Manche Dojos sind in Existenznot und haben viele Mitglieder, Hallen, Anfängerkurse und einen Haufen Trainingszeit verloren. Wir Deggendorfer sind unsere geliebte Turnhalle los (das ist jetzt ein Klassenzimmer), haben monatelang gar nicht, dann nur mit Jo und Bokken „no touch“ im Freien und dann im Baumarkt trainiert – nur um uns dann im Oktober erneut dem Seuchenrecht zu beugen.

Und trotzdem besteht Hoffnung – denn es hat auch 2020 berichtenswerte Ereignisse gegeben, Senseis 80. Geburtstag mit stimmungsvoller Feier, Torte, Ständchen und Kerzenlicht zum Beispiel.

Die Frühjahrslehrgänge in Schopfheim, Berlin und Novi Sad haben wir mit Glück einigermaßen pandemieverschont hinter uns gebracht, wenngleich ein Beinahe-Unfall, ausgerechnet mit einem Fuchs (Kenner japanischer Mystik verstehen die Andeutung), in den Schopfheimer Wäldern Vorbote des ganzen Unheils gewesen sein mag.

Einige höhere Bürdenträger wurden (Corona oder nicht?) gesundheitlich ziemlich durchgebeutelt, Sensei entging in Serbien nur ganz knapp einer Quaratäne und kam kurz vor der Grenzschließung doch noch heil und glücklich in Japan an.

Herzogenhorn 2020 fiel ZWINGEND der Pandemie zum Opfer, da zu dieser Zeit Aikido-Seminare in BW seuchenrechtlich verboten waren und Reiseeinschränkung aus Japan herrschte. Ich möchte mich dennoch bei den Organisatoren aus NRW ganz herzlich bedanken, die die ganze Arbeit schon gemacht hatten und monatelang zwischen Bangen und Hoffen gefangen waren …

Mein persönlicher Höhepunkt des Sommers war der „pandemiegerechte“ Lehrgang im September in Großhadern, Christianes seuchenhygienisches Logistik-Meisterstück. Ein Energiesturm geradezu für die mutigen Teilnehmer (siehe hierzu den Bericht auf der TWA-Homepage!).

Und nun dümpeln wir wieder dahin, wohl bis zum Frühjahr …

Das neue Jahr 2021 wird das Jahr des Büffels. Die chinesische Astrologie schreibt ihm Geduld und Fleiß zu, Eigenschaften, die wir in und nach der Pandemie dringend brauchen werden, um unser geliebtes Tendoryu-Aikido wieder zur alten Stärke aufzubauen!

Für 2021 möchte ich euch zwei Zitate sinngemäß ans Herz legen:

In einem Rundschreiben brachte es Birgit deutsch auf den Punkt: „Aikido findet nicht nur auf der Matte statt!“

Für mich heißt das nicht nur rumjammern, dass wir nicht trainieren dürfen, sondern das, was wir im Aikido quasi nebenbei gelernt haben, nämlich Durchhaltevermögen und Mut ins tägliche Leben rauszutragen und dort mitanzupacken, wo es nötig ist.

Das zweite Zitat habe ich selbst von Sensei gehört, als das deutsche Tendoryu-Aikido in einer existenzbedrohenden Krise war:

„Mut! Ihr braucht Mut! Wer keinen Mut hat, der hat den Kampf bereits verloren!“ Wir nahmen damals unseren Mut zusammen und konnten die Krise bewältigen, denn Budo ohne Mut wäre kein Budo!

Mut ist auch jetzt wieder gefragt: Nämlich DEIN MUT, lieber Leser/in! Und jetzt kommt mein Hauptanliegen!

Die Veranstalter unseres Top-Lehrganges im Juni 2021 auf dem Herzogenhorn beweisen großen Mut, indem sie sich gerade jetzt der Organisation und der Verantwortung dieser Veranstaltung unter veränderten Rahmenbedingungen stellen.

Lasst sie bitte nicht im Stich! Meldet euch baldmöglich an! Anmeldeschluß ist der 15. Januar!

Die Einladung mit den Teilnahmebedingungen findet ihr auf unserer Homepage https://www.tendo-world-aikido.de/ , die Ihr bitte weiterempfehlen möchtet.

Niemand weiß derzeit, ob und in welcher Form es 2021 Frühjahrslehrgänge geben wird. Aber das Herzogenhorn wird und muss unter allen Umständen, die in unseren Händen liegen, stattfinden! Habt Mut und geht das (ohnehin nur geringe!) Stornorisiko ein. Herzogenhorn ohne zwingenden Grund abzusagen wäre für mich eine Schande! Herzogenhorn ist unser Sommersitz, unser Parlament und unser Wohnzimmer!

Bitte informiert eure Schüler und Trainingspartner, auch in Zeiten der Seuche!

Inzwischen könnt Ihr´s ja: TWA-Beiträge net vergessen!

In diesem Sinne wünsche ich euch allen, dass ihr und eure Dojos gut durch Seuche und Lockdown kommt und wir uns 2021 glücklich auf der Matte wiedersehen!

(Trotz allem) FROHE FESTTAGE und ein GLÜCKLICHES NEUES JAHR 2021!

Euer

Robert Hundshammer
TWA-Bereich Süddeutschland

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